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                    Recklinghausen im Advent
 

Quelle: Weber

Einen großen Erfolg konnte das Stadt-komitee der Katholiken in  Reckling-hausen mit der Aktion "Hütte der guten Taten" auf dem Recklinghäuser Adventmarkt verzeichnen.

Insgesamt wurden

         Spenden in Höhe von
              € 5.544,40!!!

eingenommen und an die beteiligten Gemeinden, Gruppen und Vereine
(s. u.) weitergeleitet.

                                                                    Foto: Weber

Sinn und Zweck des Ganzen war es, dass sich katholische Kirche mit all seinen Facetten - sprich Gemein-den, Verbänden und Institutionen in der breiten Öffentlichkeit präsentiert - und das direkt bei den Men-schen, nämlich auf dem so genannten "Recklinghäuser Weihnachtsmarkt".

Über den gesamten Zeitraum des Adventmarktes, also vom

                                        26. November - 23. Dezember 2007

war das Stadtkomitee der Katholiken mit vielen sozialen Einrichtungen aus der Stadt vertreten.

Den Spendenzweck haben die jeweiligen Gemeinden etc. selbst festgelegt. Vorgabe war lediglich, dass es bedürftigen Kindern entweder aus der "Einen-Welt" oder aus Recklinghausen zu Gute kommen sollte. Wunschzettel zum Preis von 5 - 10 Euro konnten an der "Hütte der guten Taten" erworben werden. Der Gegenwert dieser Wunschzettel wurde an die beteiligten Gruppen vom Katholischen Stadtbüro an die einzelnen Gruppen weitergeleitet, die dann für die Einlösung der Wunschzettel verantwortlich waren.

Hier sind einige Beispiele von Wünschen, die auf den Wunschzetteln standen:

-    Schulmaterial für Kinder in der Dominikanischen Republik
-    Spiel- und Lernmaterial für Kinder in offenen Ganztagsschulen
-    eine Barbie-Puppe für Samanta aus Recklinghausen (5 Jahre alt)
-    Verpflegung eines körperbehinderten Kindes in Kerala, Indien
-    Mitfinanzierung von Lehrern, die Kinder von der Straße unter-
     richten, El Salvador
-    Unterstützung einer allein erziehenden Mutter, die durch Krank-
     heit ihre Arbeit nicht ausüben kann (4 Mittagessen für 1 Kind)
-    ...

Die Liste der Wünsche war unendlich lang und würde zu weit führen, diese hier alle aufzuführen. Insge-samt wurden von den über 900 eingereichten Wunschzetteln knappe 80 % gekauft. Herzlichen Dank an alle, die die Erfüllung möglich gemacht haben und vor allem an die 25 Gruppen, die sich im Jahr 2007 an der "Hütte der guten Taten" beteiligt haben:

 

Geistliches Zentrum an der Gastkirche
Kartellverband
(Ortszirkel Vest)
Pfarrgemeinden:
St. Joseph
Katharina v. Siena
Hl. Kreuz
St. Marien
St. Markus
St. Petrus Canisius
Katholischer Kindergarten Hl. Kreuz
Arbeitsgemeinschaft "Eine-Welt-Kreise"
(Stadtkomitee)
Katholische Männer und Frauen im Bund Neudeutschland
(BND) Recklinghausen (KMF)
Prosper-Hospital
Caritasverband Recklinghausen e. V.
Propstei St. Peter
Malteser Hilfsdienst RE
AIDS-Beratung
(Kreisgesundheitsamt RE)
Sozialdienst Katholischer Frauen RE
(skf)
Freckenhorster Kreis
(Regionalgruppe RE)
Kreisbildungswerk RE
Familienbildungsstätte RE
Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle RE
(efl)
donum vitae
(Schwangerenkonfliktberatungsstelle)
Jugendpastorales Zentrum "Areopag" RE
Ökumenischer Arbeitskreis "Arche"
(RE-Quellberg)
Caritasnetzwerk "mittendrin"
(RE-Suderwich)
"Wir um 60" (St. Michael, St. Pius, RE-Hochlarmark)
Evangelisch-Methodistische Kirche RE
(EMK)
Stadtkomitee der Katholiken

 

Beim "Danke-schön-Treffen" am 11. März 2008 wurde in gemütlicher Runde Rückschau gehalten auf die gelungene Veranstaltung in der Adventszeit 2007 mit der "Hütte der guten Taten"

    Foto: Weber

 

...wie alles begann:

 

November 2006:
Christen engagieren sich beim Markt
"Recklinghausen im Advent"
Advents-Markt
 


        Alles hat seine Zeit -                                   
          auch der Advent

 

 

 

 


Sie haben sich für christliche Angebote auf dem Markt
"Recklinghausen im Advent" eingesetzt: Dietlinde Hülsdau, Heinz-Bernd Terbille, Marcus Weber
und Christian Siebold (v. l.)

 

Recklinghausen. Ein Weihnachtsmarkt noch vor dem Totensonntag? Ein Weihnachtsmarkt, der naht-los ins neue Jahr als Neujahrsmarkt übergeht? Das wollten die beiden Konfessionen in Recklinghausen nicht. Gemeinsam wandten sich katholische und evangelische Christen an die Stadt Recklinghausen, denn "Alles hat seine Zeit - auch der Advent".

Wir sind nicht gegen den Weihnachtsmarkt in der Altstadt", stellt Heinz-Bernd Terbille, Vorsitzender des katholischen Stadtkomitees in Recklinghausen, klar. "Aber wir wollen mit dem Markt 'Recklinghausen im Advent' christliche Werte vermitteln, auch wenn dies kommerziell passiert." "Schließlich bereiten wir uns auf ein fröhliches Fest vor", sagt auch Christian Siebold, evangelischer Pfarrer in Recklinghausen und Gemeindeverbandsvorsitzender.

Und mit der diesjährigen gemeinsamen Premiere sind die Aktiven fürs Erste zufrieden. "Viel Zeit blieb uns nicht für die Vorbereitung. Im nächsten Jahr werden es vielleicht noch mehr Programm-punkte, die wir einbringen können. Dann haben wir mehr Zeit, verschiedene Gruppen anzusprechen", meint Dietlinde Hülsdau, stellvertretende Vorsitzende des katholischen Stadtkomitees.

Bereits im März hatten die beiden Kirchen einen Bürgerantrag auf Verkürzung des Weihnachtsmarkts gestellt. "Das haben wir christlich motiviert begründet. Denn es ist nicht richtig, vor dem Totensonn-tag in der dunklen Zeit des Novembers, in der Zeit, wo sich der Mensch auf seine Endlichkeit besinnt, bereits einen Weihnachtsmarkt zu öffnen", meint Terbille. "Zudem wurde dieser Markt mit den glei-chen Angeboten auch noch als Neujahrsmarkt weiterge-führt", merkt Hülsdau an. Mit dem Antrag haben die Verantwortlichen gleichzeitig zugesichert, sich mit spezifischen christlichen Angeboten einzubringen, "um die Vorfreude auf das Fest, das Hoffen und Erwarten, dass er ankomme, ent-sprechend zu gestalten", sagt Terbille. Erst im Okto-ber gab der Rat der Stadt Recklinghausen grünes Licht. Gemeinsam mit der Werbegemeinschaft Recklinghausen entstand ein Programm, das neben dem Kommerz auch Sinn vermittelt.

Vieles hat das ökumenische Vorbereitungsteam bereits geschafft. "Aber den Weihnachtsmarkt im Sprachgebrauch zu einem Adventsmarkt umzugestalten, ist uns noch nicht gelungen", schmunzelt Kreisdekanatsgeschäftsführer Marcus Weber. Die christliche Beteiligung macht sich bemerkbar, beispielsweise beim Nikolausumzug am 5. Dezember. "Wir beginnen in der Propsteikirche St. Peter mit einem Wortgottesdienst. Dabei wird die Geschichte des heiligen Nikolaus erzählt, der sich vor den Augen der Kinder umzieht. Das haben beispielsweise die verschiedenen Kindergärten mit vor-bereitet", sagt Weber. Verbände wie Caritas, Sozialdienst katholischer Frauen (SKF), Diakonie und Kinderschutzbund beteiligen sich an der Geschenkebaumaktion "Kinder schenken für Kinder". "Kinder können für Not leidende Kinder Geschenke abgeben. Früher wachte darüber ein Weihnachtsmann. Jetzt steht ein Engel Pate für die Aktion, denn dieser kommt in der Weihnachtsbotschaft vor. Er verkündet den Frieden auf der Welt und passt deshalb sehr gut", erläutert Terbille.

Eine besondere Veranstaltung in der Propsteikirche St. Peter findet am Samstag, 16. Dezember, um 19.30 Uhr statt. Unter dem Titel "Atempause im Advent" wird es ein Konzert für Querflöte und Orgel geben. Dazu rezitiert Wichart von Roëll Hoffnungstexte aus dem Alten Testament. "Diese Veranstal-tung wird auch live mit Bild und Ton auf den Altstadtmarkt übertragen", nennt Weber eine Besonder-heit. Ebenso werden auf dem Adventsmarkt  verstärkt die täglichen 15-minütigen Meditationen in der Gastkirche beworben. 

Text und Foto:
Michaela Kiepe, KuL v. 30.11.2006